zip.EuroCompetence
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S T E R N S T U N D E N I M P R O J E K T A L L T A G
Highlights aus zweieinhalb Jahren zip.Competence
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Stuttgart, Dezember 2007
Zur Abschlussveranstaltung der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft zip. fanden sich neben den Vertretern der Partnerunternehmen und -institutionen Frau Bettina Reuter vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, der Evaluator Herr Dr. Enver Muti, Teilnehmende, Projektmitarbeitende und weitere interessierte Gäste bei BBQ in Stuttgart-Feuerbach. Der Nationale Koordinator, Herr Manuel Strack startete eine Rundfrage unter den Projektleitenden nach den Highlights. Die Projektteilnehmenden Frau Venus Maida, Herr Tonci Petric, Herr Petar Deljak und die Kollegin Frau Emanuela Tierno berieten bei der Auswahl. Ihnen noch einmal herzlichen Dank an dieser Stelle. Im Folgenden erlauben wir uns ich mir einige persönliche Anmerkungen zu den Highlights der vergangenen knapp drei Jahre. Ich verbinde das schon heute mit einem Kompliment und aufrichtigen Dank an alle beteiligten Akteurinnen und Akteure.
Norbert Kreuzkamp
Studienleiter
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ERSTER NOVEMBER 2006.
ZAGREB. ZENTRALFRIEDHOF.
Ein Lichtermeer von roten Kerzen.Trauerkerzen. Gedenkkerzen.
Der Krieg ist noch so nahe.
Geschäftiges Treiben.
Ein dunkler Tag.
Mit Regen.
Als Gast gehe ich mit einer Familie den Stationenweg.
Das Grab des Bruders, Onkels, Schwagers.
Das Mausoleum des Staatsgründers.
Das Denkmal für die Opfer der Naziherrschaft.
Der Wandel-Stelen-mit-all-den-Namen-Garten
für die Opfer der Gewalt
der jüngsten Kriege und Bürgerkriege.
Gestern erst war es.
Das Grab des jungen Musikers.
Das Grab des jungen Basketballers.
Die Mutter ist jeden Tag da.
Auch an diesem 1. November.
Ein intimer und öffentlicher Ort.
Ein intimer und öffentlicher Weg
über den Zentralfriedhof.
Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen,
Solidarität der Überlebenden und Hereinholen in
und Verbannen aus den Alltagswirklichkeiten.
Die Bilder aus dem Bürgerkrieg verrutschen:
der geschlagene Ivan aus Vukovar, die noch hoffenden Witwen aus Srebrenica,
die Brücke und das Kino von Mostar, der Stradun von Dubrovnik
das Flüchtlingehotel auf Brac und das achtsame Lachen der Kinder.
Interkulturelle Kompetenz gewinne ich, wo ich beginne, das Fremde zu lieben, das Fremde neu und anders zu lieben. Wenn es mir nahe ist. Und wenn ich mit Bauch und später auch mit Kopf, auf seiner Seite stehe. Interkulturelle Kompetenz wächst, wenn sich etwas verschiebt. Wo es beginnt, sich neu anzufühlen. Wo Lebensfäden sich spinnen vom einen Leben zum anderen, vom fremden zu dem meinigen. Und das geschieht hier, für mich zum Beispiel hier. Nach einem wunderbaren literarischen und kulinarischen Ausflug und noch vor den Gesprächen im Außenminsterium, Unterrichtsministerium, der Handels- und der Berufekammer.
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Highlight 1:
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Interkulturelles Wissen, interkulturelles Ver-Stehen, interkulturelles Er-Fahren im Projekt zip.EuroCompetence
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23. bis 25. MÄRZ 2007
STUTTGART. RATHAUS.
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Die kulturelle Vielfalt soll er-lebbar sein:die Kompetenz der vielen Akteurinnen und Akteure,
ihr Beitrag, ihre Besonderheit, ihre Einmaligkeit.
Die Ausbilderin, der Bankkaufmann, die Bürgermeisterin,
die Fachfrau, die Forscherin, der Jungunternehmer,
der Professor, die Projektarbeiterin, die Managerin,
der Unternehmensberater, die Unternehmerin, die Wirtschaftsprüferin.
Molto carne al fuoco — viel Fleisch im Feuer.
Zuviel? Beispielhaft.
Alles eingefädelt, solide vorbereitet.
Und dann die Absagen.
Alles umstellen, Alternativen realisieren.
Der frühmorgendliche Anruf:
Die Bürgermeisterin kommt nicht.
Reparaturaktivitäten allerorten.
Die Dichte ist zu groß. Sie schmerzt.
Wie alles zusammenbringen?
Salto di qualità.
Verdichten und Entzerren.
Solidarität fühlen, wo sie fehlt und wo sie ist.
Traumwandeln.
Versöhnlicher Ausklang immerhin
auf Teilnehmerseminar mit internationalen Gästen.
Die Schwarzwaldburg
gibt Verweilzeit zum Nach-Hören.
Das sind Lern-Inszenierungen, die in ihrer Verdichtung schmerzen
und — eben auch daher — etwa in Gang setzen. Netzwerk mit seinen unterschiedlichsten Fähigkeiten, Wirklichkeiten manifestiert sich in solchen Momenten. Auch der Widerspruch: das Netzwerk, das sich wertschätzend selbst genug ist
und das die Wirklichkeit draußen zur Invasion einlädt. Neben der relaxten creative brain wellness braucht es vielleicht auch die Brodelküche, den scharfen peperoncino des Aufeinandertreffens, das Ringen um Festhalten-Wollen, Los-Lassen-Müssen und Loslassen-Dürfen, auf dass Neues entsteht.
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Highlight 2:
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Lernen als Ringen und als Vergnügen
im Projekt zip.EuroCompetence
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29. und 30. Juni 2007
ISTANBUL. BAY CERRAHOGLU.
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Ich werde abgeholt.Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren wir durch Istanbul.
Wir sind überpünktlich und trinken
noch einen Kaffee.
Das Filmstudio ist gleich hier um die Ecke.
Herr Cerrahoglu öffnet selst.
Er grüßt, als gehörten wir zur Familie.
Wie Ercan und Öznur, die hier ihr Praktikum absolvieren.
Herr Cerrahoglu bittet herein, als wären wir alte Freunde.
Ein kleines Studio auf vier Stockwerken, familiär.
Eine der ersten Adresse für Dokumentarfilmer,
auch aus Deutschland.
Ein Filmemacher, Beweger, Jungunternehmer
mit klugen, freundlichen Augen und exzellentem Englisch.
Einer, der dir Wirklichkeiten zeigen will,
dich teilnehmen lässt, dich machen lässt,
den jungen Leuten viel zumutet und viel zutraut.
Und sie können es.
Sie wussten das vorher nicht.
Vielleicht hatten sie eine Ahnung davon.
Aber jetzt haben sie es gezeigt.
Tolle Technik, kluges Unternehmertum, die Bereitschaft mit-zu-teilen und die Fähigkeit, dir die Welt zum Freund zu machen, gehören zum de-facto-Konzept berufspädagogischer Praxis des Praktikusunternehmens in Istanbul.
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Highlight 3:
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hochprofessionelle, weltkluge und freundliche Lernpraxis
im Projekt zip.EuroCompetence
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22. UND 23. NOVEMBER 2007
PARIS. MAISON DE LA MUTUALITÉ.
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Nachdem Europa nicht vorpreschen will, übernehmen es einige Mitgliedsstaaten: Frankreich, Deutschland, das Schwedische Königreich. Man will die exzellenten Ansätze in EQUAL nicht versanden lassen. europäische Mainstreamingprozesse im Bereich der Migration und ethnischen Minderheiten in Gang setzen. Fünf Peer-Review-Konferenzen werden ausgerichtet, 60 Entwicklungspartnerschaften werden einbezogen, auf gute Erfahrungen wird aufmerksam gemacht, gemeinsame Trends hat man kondensiert und auf 10 Top-Ten-Empfehlungen verdichtet.
Ich darf auch für dieses Highlight werben.
Drei der zehn Empfehlungen an Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) seien hier benannt:
- Unternehmen:
Die Vielfalt in der Belegschaft sichern
um eine höhere wirtschaftliche Effektivität zu erzielen
- Unternehmen:
Sicher stellen, dass das Hauptkriterium
bei der Personalgewinnung die Kompetenzen
und nicht das Erscheinungsbild ist
- NGOs:
Fertigkeiten und Erfahrungen anerkennen
und die Entwicklung neuer Beschäftungsfelder fördern
Mit unserer Zukunftsfähigkeit durch interkulturelle Pesonalentwicklungsstrategien sind wir vielleicht nicht an der absoluten Spitze, aber wir liegen sehr gut im Feld. Und das heißt: wir dürfen von den anderen 60 Entwicklungspartnerschaften auch weiterhin noch lernen. Und: wir haben eine richtige, sinnvolle und — wie ich meine — auch verdienstvolle Arbeit geleistet. Und es bleibt noch zu tun. Die Wette gilt!
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Highlight 4:
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Europäische Mainstreamingprozesse wahrnehmen und mitgestalten
im Projekt zip.EuroCompetence
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Die Bilder im Großformat
Weitere Highlights
Weitere Informationen zu zip.EuroCompetence bei enaip:
- Projektabschluss mit Zertifikatsüberreichung
- Highlights von zip.
- Abschied von zip.
- Zeigen was ich draufhabe
- Abschlussprüfungen
- EuroPlatform
- Unsere Produkte in der Entwicklungspartnerschaft zip.
- Unsere transnationalen Produkte
- Internationale Fachtagung “Kulturelle Vielfalt als Wettbewerbsvorteil”
- Kampagne Vielfalt ist Gewinn
- Die EQUAL-Entwicklungspartnerschaft zip.
- Interkulturelle Kompetenzen stärken
Weitere Information über die einzelne Entwicklungspartnerschaft zip.
und die Partnerprojekte:
- Gemeinsamer Internetauftritt der Entwicklungspartnerschaft zip.
der Nationalen Koordination bei BBQ Berufliche Bildung gGmbH
[www.zip-equal.eu].
Weitere Informationen über die Gemeinschaftsinitiative EQUAL:
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